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Traktor Fendt Farmer 309LS

Das Modell wurde vor 10 Jahren von meinem Schwiegervater gebaut.

Bis dahin hatte er sich nur mit dem Schiffs-Modellbau beschäftigt und auch einige Modelle gebaut.
Da man damit aber nicht im Schrebergarten fahren konnte, beschloss er, einen Trecker zu bauen - aus Neugier, ob er das auch kann. Der Trecker ist, wie in den "Technischen Daten" zu lesen, ein kompletter Eigenbau. Damals fuhr er vor- und rückwärts sowie nach rechts und links. Die Beleuchtung war zwar schon teilweise vorhanden, funktionierte allerdings über Schalter, die man einzeln am Modell betätigen musste (Multiswitch und so weiter wurde damals von ihm nicht verwendet).

Das Modell ist mit den einfachsten und kostengünstigsten Teilen gebaut worden (es sollte ja nicht viel kosten).
So wurde z.B. der "Hydraulikölbehälter" auf der rechten Seite aus einem Überraschungs (Ü)-Ei hergestellt; die Auspuffattrappen auf der linken Seite aus Druckbehältern für einen Sahnespender.
Da seine Akku-Bohrmaschine gerade den Geist aufgegeben hatte, wurde ihr Getriebe verwendet, um den Trecker anzutreiben.
Sämtliche Metallteile wurden selber zusammen gelötet, gehämmert oder geschraubt.

Er verkaufte den Trecker 1997 auf der Inter-Modellbau in Dortmund, da er nicht mehr den rechten Spaß daran hatte und weil er mal wieder was Neues bauen wollte (was er bis heute nicht getan hat).

1999 kamen dann unsere Kinder zur Welt. Da sie mit 3,5 Jahren doch ziemliches Interesse am Fahren aller Arten von Modellen an den Tag legten, versuchte ich seitdem, den Trecker zurück zu erwerben.

Das gelang mir dann endlich im Jahre 2005 auf der Inter-Modellbau in Dortmund.

Da der damalige Käufer einige Veränderungen vorgenommen hatte (was die Elektrik betraf), musste ich mich erst einmal mit dem Trecker innig beschäftigen. Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Elektrik komplett neu zu installieren – weil ich aus der Verkabelung und Schaltung einfach nicht so ganz schlau wurde.
Nun sind sämtliche elektrischen Funktionen von der Fernsteuerung aus zu schalten – Licht, Arbeitsscheinwerfer, Blinker, Warnblinker ... nur die Hupe und das Motorgeräusch fehlen noch.

Ansonsten funktioniert der Fendt einwandfrei und ist sogar "Ackertauglich". Bei einem Fahrversuch im umgegrabenen Hühnerstall blieb er nicht einmal stecken.

Nun haben meine Kinder ein eigenes Modell, welches sie mit Eifer bewegen und vorführen (reparieren darf natürlich der Papa).

Ackerwalze

Die Idee entstand, nachdem Max (einer meiner Söhne) einige Male mit dem Trecker über diverse Füße von anderen Kindern geholpert war, was diese natür-
lich sehr schmerzte, ob des Gewichtes (irgendwann hatte ich es ihm mal vorge-
macht, weil er nicht einschätzen konnte wie schwer das Teil wirklich ist - an-
schließend wusste er es).

Beim Thema Gewicht fiel mir ein, das man außer mit dem Trecker - mit geeigne-
ten schweren Mitteln - auch Maulwurfshügel und Beete im Garten "plätten" könnte.

Bei einem Treffen der Landjugend (man machte auch ein Traktor-Pulling) fiel es mir dann wie Schuppen aus den Haaren. Die Jungs benutzten nämlich eine Acker-
walze um die Spuren, welche die Trecker beim Ziehen des Gewichtwagens hinterließen, zu tilgen.

So baute ich eine zünftige Ackerwalze für den Trecker.

PS: Die Maulwürfe haben nix zu fürchten, da sie durch die Vibrationen des schweren Gerätes frühzeitig gewarnt sind und das Weite suchen können. Aller-
dings müssen sie nach Max oder Sven's (meine beiden Söhne) "Rasenrally" wieder neue Hügel machen - so haben beide Seiten immer wieder was zu tun ... .

 

 

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